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Die zehn schönsten persischen Gärten Irans

Der persische Garten ist der Urtyp des Paradiesgartens — das Vorbild, das nach Westen in die islamische Welt und nach Osten ins Mogulreich wanderte. Neun persische Gärten bilden gemeinsam eine UNESCO-Welterbestätte, und die Form — Char-Bagh, zentrale Wasserachse, Pavillon, Umfassungsmauer — prägt das Gartendenken seit 2.500 Jahren.

1. Bagh-e Fin, Kaschan

1590 unter Schah Abbas I. auf einem älteren safawidischen Garten errichtet, ist Bagh-e Fin der besterhaltene der großen persischen Gärten. Quellwasser läuft entlang der Hauptachse durch Bassins und das zentrale Pavillon. Die Chenar-Bäume sind mehrere Jahrhunderte alt.

2. Bagh-e Eram, Schiras

Ein Qajaren-Garten des achtzehnten Jahrhunderts um eine dreistöckige neoklassische Villa. Die Zypressenallee, die Rosensammlung und die Spiegelbassins entlang der Achse machen Eram zum fotogensten Garten von Schiras.

3. Bagh-e Shahzadeh, Mahan, Kerman

Ein Qajaren-Lustgarten in außerordentlicher Wüstenlage: ein ummauertes Rechteck aus Zypressen, Obstbäumen und qanatgespeisten Wasserkaskaden, unmittelbar von absoluter Wüste umgeben. Der Kontrast ist Programm.

4. Bagh-e Dolatabad, Yazd

Um 1750 von Karim Khan Zand erbaut, berühmt für den mit 33 Metern höchsten Badgir (Windturm) Irans, der den zentralen Pavillon allein durch den trockenen Wüstenwind kühlt. Die bunten Orsi-Fenster färben den Boden zu bestimmten Stunden.

5. Bagh-e Chehel Sotoun, Isfahan

Ein safawidischer Garten, 1647 unter Schah Abbas II. vollendet, mit langem Spiegelbecken und einem Pavillon, dessen zwanzig Holzsäulen sich im Wasser zu 'vierzig Säulen' (Chehel Sotoun) vervielfältigen. UNESCO-Welterbe.

6. Bagh-e Hasht Behesht, Isfahan

Der Pavillon der 'Acht Paradiese' steht in einem erhaltenen safawidischen Garten im Zentrum Isfahans. Der achtteilige Innenraum gehört zu den architektonisch erfindungsreichsten der persischen Tradition.

7. Bagh-e Akbarieh, Birjand

Ein Qajaren-Garten des frühen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostiran, kleiner als die berühmten Standorte, aber ungewöhnlich intakt mit Villa, qanatgespeisten Bassins und umliegenden Obstgärten. UNESCO-Welterbe.

8. Bagh-e Pahlavanpour, Mehriz

Ein Qajaren-Garten in der Provinz Yazd mit besonderer Wasserführung: das Oberflächenwasser läuft durch den zentralen Pavillon selbst und kühlt das Innere durch Verdunstung. Privat noch landwirtschaftlich genutzt.

9. Bagh-e Naranjestan-e Qavam, Schiras

Ein intimer Stadtgarten des neunzehnten Jahrhunderts um einen Orangenhain (Naranjestan). Verspiegelte Säle, bemalte Decken und der Duft der Orangenblüte machen ihn zum sinnlichsten Garten Schiras'.

10. Bagh-e Abbasabad, Behschahr

Ein safawidischer Berggarten, von Schah Abbas I. in den waldreichen Vorbergen des Elburs angelegt, mit Terrassen, Bassins und einem zentralen See — ein vollständiger Bruch mit dem Wüstenoasen-Modell.

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